
SPD setzt sich für den muslimischen Kindergarten ein
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SPD setzt sich für den muslimischen Kindergarten ein
Fassungslos waren die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion, dass die CDU einmal mehr versuchte, die Schaffung eines muslimischen Kindergartens in der Neckarstadt-West zu blockieren. „Ich bin froh, dass die liberale und soziale Mehrheit im Stadtrat den Antrag der CDU abgelehnt hat. Ein gutes Zeichen für ein weltoffenes Mannheim“, so die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Marianne Bade.
Stadtrat Ulrich Schäfer ist entsetzt, mit welcher Unkenntnis die Diskussion geführt wird. „Seit Jahren arbeiten wir mit dem zukünftigen Träger des Kindergartens im Jungbusch sehr gut zusammen. Es wurde ein überzeugendes pädagogisches Konzept vorgelegt. Der Kindergarten ist offen für alle. Aber bei der CDU sind scheinbar andere Gründe im Spiel, als die aktive Beteiligung der Migranten am gesellschaftlichen Leben.“ Gerade die Infragestellung der Integrität des Trägers durch die CDU ist fragwürdig. Das Grundgesetz sieht eine Gleichbehandlung der Religionen vor.
Das Amtsgericht hat den Träger-Verein geprüft, seine Satzung für rechtmäßig befunden und den Verein ins Amtsregister eingetragen. Das pädagogische Konzept des Vereins hält sich streng an den Orientierungsplan von Baden-Württemberg. „Offenheit und Toleranz sind unsere Grundwerte in Mannheim.
Wir haben die Muslimen lange genug aus dem gesellschaftlichen Leben durch eine Blockadepolitik fern gehalten. Jetzt ist der erste Schritt für ein gleichberechtigtes Miteinanders gemacht. Wir befürworten den Bau des Kindergartens vorbehaltlos“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Stefan Fulst-Blei.
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