Lena Kamrad Vorlage zur praxisintegrierten Ausbildung im Ausschuss beschlossen Stadtrat und Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Fulst-Blei ist beeindruckt: "Erst Ende Januar hat das Land das Rahmenpapier verabschiedet und bereits Mitte April legt uns die Stadtverwaltung eine Beschlussvorlage zur Umsetzung vor. Frau Bürgermeisterin Dr. Freundlieb hat Wort gehalten, die Verwaltung schnell und gut gearbeitet!"
Grund für das deutliche Lob ist die April-Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Gesundheit der Stadt Mannheim. Unter dem Titel "Regelungen zur Praxisorientierten Ausbildung Erzieher/in (PIA)" wurde die Einrichtung einer Art dualisierten Ausbildung beschlossen.
Mehr Auszubildende gewinnen Fulst-Blei hatte selber im Juli 2011 eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, wie das Land dem eklatanten Fachkräftemangel in der Kleinkindbetreuung begegnen wolle. Staatssekretär Mentrup hatte in der entsprechenden Antwort damals die Einrichtung einer Ausbildung avisiert, welche sich insbesondere durch neu definierte Praxiszeiten und dem Zahlen einer Ausbildungsvergütung auszeichnet. Hierdurch sollen mehr Interessierte für den Ausbildungsgang gewonnen werden, der aber auch in Zukunft nicht dem Berufsbildungsgesetz unterliegen wird. In Mannheim werden jetzt am Fröbelseminar der Helene-Lange-Schule 25 Schüler/innen im Rahmen einer PIA-Klasse zusätzlich ausgebildet. Die Kosten für die Stadt steigen bis 2014 auf dann 590.220 Euro pro Jahr. Die Ausbildungsvergütung entspricht dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst und beträgt im ersten Jahr 703,26 Euro brutto. Es besteht Sozialversicherungspflicht. Die praktische Ausbildung umfasst 1.800 Stunden. Angehende Erzieher/innen schließen mit der Stadt Mannheim einen Ausbildungsvertrag ab. Kamrad: Schnelle und gute Arbeit der Landesregierung Stadträtin Lena Kamrad, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion, betont: "Wir haben immer gesagt, dass ein Ausbau der Kleinkindbetreuung nicht am Willen, finanzielle Mittel bereit zu stellen, scheitert. Unser Dank gilt aber auch der Landesregierung, die diesen neuen Ausbildungsgang schnell realisiert hat und die entsprechenden Lehrkräfte bereit stellt." Kamrad zufolge hat das Land damit das Versprechen eingehalten, umgehend Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel einzuleiten.