
Vom 20. bis zum 22.Juni veranstalteten die Juso-Kreisverbände Rhein-Neckar, Heidelberg und Mannheim ein weiteres ihrer traditionell halbjährig stattfindende Regionalseminare in Epfenbach. Diesmal standen kommunale Themen auf der Tagesordnung, mit denen sich die drei Juso-Kreisverbände gemeinsam auf die Kommunalwahlen 2009 vorbereiteten.
Dass die Jusos mit ihren Kandidaten in der BaWü SPD durchaus als wichtige Stütze erkannt werden, bewiesen die hochkarätigen Referenten des Seminars.
Am Freitag hielt der Mannheimer SPD Stadtrat Ralf Eisenhauer ein Einstiegsreferat zur derzeitigen Situation und Zukunft der Metropolregion Rhein-Neckar. Angeregt wurde die Diskussion über die Aussichten der Region innerhalb der EU geführt, wobei sich die Teilnehmer einig waren, dass ein weiterer Ausbau der Kooperation in der Region unschätzbare Standortvorurteile bieten wird. Konfliktpotential bieten dabei nach wie vor die unterschiedlichen Voraussichten und Interessen urbaner und ländlicher Regionen, die bisher jedoch überwiegend erfolgreich überwunden werden konnten.
Nach einem umfangreichen kommunalen Planspiel am Samstag morgen, in dem die Arbeit eines Gemeinderates nachempfunden wurde, referierte Werner Schneider, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (RNV) über die Erfolgsgeschichte im Nahverkehr der Region. Der RNV konnte in den vergangenen Jahren durch den Ausbau des Streckennetzes und Intensivierung der Taktfrequenzen ständig steigende Fahrgastzahlen verzeichnen und ein ausgewogenes Regionalverkehrsnetz in der Metropolregion garantieren.
Das Thema „Kommunale Daseinsfürsorge“ beleuchtete der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Frederick Brütting, der in diesem Rahmen auch die Initiative der Jusos BaWü zur Beteiligung junger Bürgerinnen und Bürger am kommunalpolitischen Entscheidungsprozess vorstellte.
Für den Abschluss der Vortragsreihe am Samstag konnten die Jusos die SPD-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Ute Vogt,gewinnen. Bei ihren Ausführungen zum Thema Integration wurden nicht nur Erfolge und Probleme bei der Integration von MigrantInnen diskutiert, sondern auch auf die zunehmende Problematik sozial benachteiligter Bevölkerungsschichten insgesamt hingewiesen. Diese Problematik bleibt für die Jusos vor allem in Bezug auf den Einsatz für Chancengleichheit von Jugendlichen ein wichtiges Themengebiet, zu dem Ute Vogt exzellente Anstöße beisteuerte.
Doch nicht nur inhaltliche Arbeit, sondern auch gemeinsame Abendgestaltung standen auf dem Programm. Neben Grillen, Fußball-EM und zur allgemeinen Erheiterung beitragenden Gruppenspielen sowie Singstar, ergab sich auch die Möglichkeit mit Ute Vogt in informeller Runde über den Zustand der SPD zu debattieren sowie mit anderen engagierten Jusos zu diskutieren.
Am Sonntag morgen hielt der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Lars Castellucci ein Referat zum Thema „Soziale Stadt“, ein Thema, das vor allem für die Jusos Mannheim von großer Bedeutung ist.
Nach gemeinsamen Aufräumen des AWO-Wohnheimes in Epfenbach ging schließlich Sonntag Mittag das Seminar zu Ende. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass das Seminar für den kommenden Kommunalwahlkampf gute Impulse geliefert hat und auch in Zukunft die Zusammenarbeit der Kreisverbände weiter erfolgreich gestaltet werden soll.
(MF)