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"Der griechische Patient"

Europa

 

Beim gestrigen/heutigen Euro-Gipfel stand mehr auf dem Spiel als ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro. Es ging nebenbei um nicht mehr und nicht weniger als die darin implizit enthaltene Entscheidung über die Frage der Unumkehrbarkeit des europäischen Einigungsprozesses.

Allein aus diesem Grund schon ist es gut, dass ein Grexit vermieden wurde.

Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass man im wahrsten Sinne nur über die Nacht gekommen ist, dabei aus meiner Sicht äußerst kritische und problematische Entscheidungen getroffen hat und weitere schwierigste Entscheidungen und Entwicklungen erst noch anstehen.

In medizinischen Kontext gestellt, könnte man es so formulieren:

Nach Abschluss der OP wurde der griechische Patient kurzfristig auf die Intensivstation für eine zeitlich eng begrenzte, schwierige und intensivste Nachbehandlung mit nicht unumstrittener Medikation verlegt. Sofern er die OP und diese Nachbehandlungsphase insoweit übersteht, dass theoretisch Überlebenschancen eingeräumt werden können, kommt es zur Entscheidung, ob eine komplizierte Folge-OP durchgeführt wird. Diese ist zur langfristigen Lebenserhaltung unabdingbar, da erst sie die lebensbedrohlichen Symptome angeht. Sollte der griechische Patient auch diese OP überstehen, kann theoretisch eine Genesungsphase beginnen. Es ist unstrittig, dass auch in dieser Phase eine dauerhafte therapeutische Behandlung notwendig wird. Strittig ist auch hier jedoch, welche mehrerer diskutierter Therapieformen die Genesung beschleunigt und welche u.U. das genaue Gegenteil bewirkt. Die Höhe der Überlebenschancen ist derzeit nicht absehbar.

Um sich hierüber selbst einen eigenen Eindruck verschaffen zu können, ist hier der Volltext der Erklärung des Euro-Gipfels (= mit Griechenland getroffene Vereinbarung) in offizieller deutscher Übersetzung zu finden.

 

Homepage Peter Simon

 

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