K. Kubinski (links), der Brühler Bgm. R. Göck (mit roter Kappe) und H. Zelt (rechts)
Zufrieden zeigten sich die Rheinauer und die Brühl-Rohrhofer Sozialdemokraten bei ihrer gemeinsamen Begehung des Neubaugebiets "Seestadt Rheinau-Süd" an der Gemarkungsgrenze zwischen Brühl und Mannheim.
Investor Uwe Riffel hatte nach der Begrüßung durch Bezirksbeirat K. Kubinski (Rheinau) und SPD-Vorsitzenden H. Zelt (Brühl) die Ausmaße und die Grenzen des gerade entstehenden Wohngebiets erläutert, das aus Mehrfamilienhäusern und Reihenhäusern besteht. In jedem Fall würden die Gebäude zum See hin niedriger, als die gegenüberliegende Bebauung an der Rohrhofer Straße. Im Moment verhandle man über die Energieversorgung der "Seestadt". Fernwärme biete sich ebenso an wie ein Gasanschluss für ein Blockheizkraftwerk oder eine Holzpellet-Heizanlage. Schließlich nannte Riffel den Zeitplan: mit den Erschließungsmaßnahmen wolle man im Sommer fertig sein, um dann sofort in den Hochbau einzusteigen. Laut Riffel gäbe es bereits 120 Interessenten für die Immobilien und man könne noch 2010 die ersten Neubürger in Rheinau-Süd begrüßen. Für den Betreiber der Wasserski-Anlage Peter Lindenberger ist es wichtig, dass im Kaufvertrag für die "Seestadt"-Grundstücke die Freizeitanlage und der damit verbundene Lärm schriftlich fest gehalten seien. Das ihm gehörende Areal soll hauptsächlich als Parkplatz dienen und Lindenberger möchte dafür sorgen, dass weniger Verunreinigungen bzw. Müllablagerungen in dem Bereich vorkommen, indem er das Gebiet mittels Schranken von der Kreisstraße abtrennt. Der Rheinauer SPD Vorsitzende und Kandidat für den Stadtrat, Kurt Kubinski, fügte hinzu, dass man auch weiterhin die von den anwesenden Vertretern der Bürgerinitiative Rheinauer See geäußerten Anregungen mitnehme. Kubinski wies die teilweise geäußerte Kritik an der Politik zurück, dass man Rheinau-Süd stiefmütterlich behandle. Zusammen mit der BASF Siedlergemeinschaft sei es gelungen, den Marktplatz umzugestalten und mit neuen Laternen besser auszuleuchten. Für die Zukunft sei es erforderlich einen Raum für bürgerschaftliches Engagement in Rheinau-Süd zu finden bzw. aufzubauen. Besonders hervorheben wollte Kubinski auch die Maßnahme aus dem Konjunkturprogramm, welche nun dafür sorgen wird, dass die Gerhart-Hauptmann-Schule saniert werden könne. Hier könne er für die Rheinauer SPD in Anspruch nehmen, sich um die Belange von Rheinau-Süd gekümmert zu haben. Alles in allem zog Kubinski ein positives Fazit bezüglich der Zusammenarbeit mit der Firma Riffel und konnte den Brühler Vertretern nur zustimmen, als diese äußerten, dass das Neubaugebiet sehr attraktiv liege und die Neu-Bewohner sicherlich auch die Infrastruktur von Brühl und Rohrhof nutzen würden. Was allerdings nicht bedeutet, dass man in Rheinau-Süd keine weiteren infrastrukturellen Verbesserungen vornehmen müsse.