Gemeinsam mit MdB Stefan Rebmann unternahmen die Jusos Mannheim im Rahmen ihres Themenschwerpunktes im Herbst 2011 „Mobilität“, zusammen mit Genossinnen und Genossen sowie Mannheimer BürgerInnen am 29.08. und 30.08.2011, eine Barrierefreiheits-Tour durch Mannheim.
Barrierefreiheit in Mannheim
Jusos in Aktion
Mit Vertretern der RNV Mannheim sowie der Deutschen Bahn, galt es den Fortschritt der Barrierefreiheit an Haltestellen und Bahnhöfen in Mannheim zu testen und zu überprüfen. MdB Rebmann, erfreut über das zahlreiche Interesse an diesem Thema, stellt fest, dass „Mannheim auf diesem Gebiet vorbildlich ist. Jedoch müssen hier und da noch einige Nachbesserungen erfolgen, wie z.B. an den Straßenbahnhaltestellen Rathaus, Thorner Straße und Schönauschule.“
Die stellvertretende Vorsitzende der Jusos Mannheim Daniela Vukic und Sergej Kaiser sind von der Hilfsbereitschaft vieler StraßenbahnfahrerInnen für bewegungseingeschränkte MitbürgerInnen sehr angetan. „Leider ist das eigentlich selbstverständliche Verhalten, bewegungseingeschränkte MitbürgerInnen bei Ein- und Ausstieg zu unterstützen, nicht der Regelfall“, führt Daniela Vukic aus. Mit dieser Aussage spielt Vukic auf einen Zwischenfall an, der sich wenige Tage nach der Barrierefreiheits-Tour ereignete. Hier weigerte sich eine RNV-Busfahrerin einer Rollstuhlfahrerin die Rampe zum ungehinderten Einstieg in den Bus auszuklappen, da die Haltestelle nicht barrierefrei war. Selbst nach mehrmaligem bitten der Dame und mehrmaliger Aufforderung seitens der anderen Fahrgäste, rührte sich die Fahrerin nicht. Viel schlimmer noch, sie ignorierte die Rollstuhlfahrerin schlichtweg komplett.
Basim Aawais, Sprecher der Jusos Mannheim, ist schockiert angesichts dieses skandalösen Verhaltens: „Diese Einstellung seitens der Fahrerin lässt an der Seriosität der RNV stark zweifeln.“
Aus diesem Grund fordern die Jusos nicht nur die uneingeschränkte Barrierefreiheit im gesamten öffentlichen Nahverkehr, sondern auch den Einsatz von RNV-FahrerInnen die ihre berufliche Verpflichtung und das Beförderungsgesetz ernst nehmen und für die das Recht auf Barrierefreiheit kein Fremdwort ist! Schade, dass Mithilfe zur Barrierefreiheit manchmal nur ein Vorführeffekt ist …
Homepage Jusos Mannheim
Kommentare
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barrierefreies Mannheim
Meinem Sohn, Rollstuhlfahrer, ist das gleiche am Carl-Reiß-Platz passiert. Der Busfahrer weigerte sich strikt ihn mitzunehmen und ließ ihn einfach stehen. Die Christuskirche konnte mein Sohn zur Einschulung seines Sohnes nur mit Hilfe von ein paar starken Männern besuchen, da die Rampe zwar befahrbar, aber niemand einen Schlüssel zum Hintereingang hatte. Wohnraum in MA für Behinderte zu finden ist fast ein unmögliches Unterfangen. Mein Sohn sucht verzweifelt seit mind. 2 Jahren eine behindertengerechte Wohnung ( 4 Zimmer), wäre auch bereit evtl. eine Wohnung zu kaufen, wenn es welche gäbe und wenn entweder geringe qm-Zahl, was einem Rollstuhlfahrer wenig nutzt, oder zu schwindelerregenden Preisen. Hier entsteht de Eindruck, daß mit der Barrierefreiheit Geschäfte gemacht werden.
Autor: Vera Ernst, Datum: 14.10.2011, 10:47 Uhr





