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SPD Mannheim - Seckenheim Hochstätt Suebenheim

Abitur lieber in neun Jahren

Kommunalpolitik

Dr. Stefan Fulst-Blei

Amtsblatt 38/2012: Eine deutliche Mehrheit sprach sich bei einer Umfrage der SPD-Gemeinderatsfraktion im Amtsblatt für Alternativen zum Abitur in acht Jahren (G8) aus. Meinungen sind weiterhin gefragt.

Deutschlandweit ist die Frage aktuell: Sollen Schülerinnen und Schüler auch in neun Jahren ihr Abitur machen können? Nach einer kürzlich veröffentlichten repräsentativen Emnid-Umfrage befürworten 79 Prozent der Eltern eine neunjährige Gymnasialzeit (G9). Die SPD-Gemeinderatsfraktion fragte vor einigen Wochen im Amtsblatt ebenfalls: Haben die Mannheimer Eltern Interesse an einem Gymnasium, das das Abitur in neun Jahren anbietet?

 Alternativen zu G8 gefordert

In den 21 teils ausführlichen Antwortschreiben fordert eine deutliche Mehrheit Alternativen zur verkürzten Abi-Zeit. Drei Personen wünschen sich ausschließlich das Abitur in acht Jahren, da man etwa von erneuten Reformen genug habe. Acht Personen sprechen sich klar für G9 aus, zehn sind der Meinung, dass man auf jeden Fall Alternativen zu G8 anbieten sollte.

Landtagsabgeordneter und Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei (SPD) berichtet: „Von vielen Menschen ist gefordert worden, den Leistungsdruck für Schülerinnen und Schüler zu verringern.“

Beispielhaft schildert eine Teilnehmerin: „Ich finde, dass die Anforderungen beim G8 für die Kinder sehr hoch und stressig sind. Themen werden im Unterricht rasend schnell durchgenommen. Ohne Nachhilfe ist das Pensum kaum zu schaffen.“

Kinder sind keine erwachsenen Arbeitnehmer

Oft angesprochen wurde die Zeit für Aktivitäten außerhalb des Unterrichts. Die Freizeit „für Vereinsaktivitäten und soziale Kontakte“ komme zu kurz. Eine Teilnehmerin erinnert, dass es sich um Kinder handelt – „es sind keine erwachsenen Arbeitnehmer!“

Ein Vater berichtet von der Antwort eines Schülers aus der Mittelstufe auf die Frage, ob es viele Zusatzangebote an seiner Schule gebe: „Nein – aber ich könnte sie ohnehin nicht wahrnehmen, dafür ist die Stundenzahl zu hoch!“ Damit wieder G9-Züge angeboten werden, müssen sich die Mannheimer Schulen bis zum 1. Dezember 2012 bei der Landesregierung dafür bewerben.

Meinungen weiterhin gefragt

Dr. Fulst-Blei hält fest: „Wir können und wollen auch nicht den Schulleitungen und der Lehrerschaft etwas aufzwingen. Ob sich eine Mannheimer Schule für G9-Züge bewirbt, liegt an ihr. Bei den Diskussionen um Alternativen zu G8 im Landtag und im Gemeinderat werden wir die genannten Argumente vorbringen.“

Lena Kamrad, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion, sagt: „Ich danke allen Mannheimerinnen und Mannheimern, die sich bisher geäußert haben. Wir freuen uns weiterhin auf Ihre Antworten, zum Beispiel per Email an spd@mannheim.de.“

 

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