
Amtsblatt 24/2013: Das Sozialticket ist eine Herausforderung für die gesamte Metropolregion. Deshalb vereinbarten die SPD-Fraktionen aus Mannheim und Ludwigshafen bei ihrer jährlichen gemeinsamen Sitzung eine weiterhin enge Zusammenarbeit unter anderem bei diesem Thema.
Was auf der anderen Seite des Rheins passiert, interessiert Sie nicht? Es betrifft Sie nicht? Weit gefehlt! Vieles, was hüben passiert, hat drüben direkte Auswirkungen. Die Menschen in Mannheim und Ludwigshafen können noch stärker von der Zusammenarbeit profitieren. Dies zeigte auch die gemeinsame Sitzung der städtischen Fraktionen aus Mannheim und Ludwigshafen, zu der jährlich die SPD-Stadträtinnen und Stadträte in der jeweils anderen Stadt zusammentreffen. Passender Ort war dieses Jahr die Arbeiterkneipe des Technoseums mit einem Besuch der aktuellen Sonderausstellung über die Geschichte der Arbeiterbewegung.
Region als Herzstück der Kulturhauptstadt
Die Ludwigshafener Fraktionsvorsitzende Heike Scharfenberger bat um Unterstützung bei der Hochstraße: „Die gesamte Region benötigt den Weg über den Rhein. Unsere Stadt wäre alleine mit der Sanierung überfordert. Sobald Varianten vorliegen, müssen wir auch zusammen mit der Wirtschaft einen Weg finden, die Sanierung hinzubekommen. Insbesondere von Bundesseite erwarten wir deutlich mehr Unterstützung.“
Ralf Eisenhauer erläuterte das gemeinsame Projekt Europäische Kulturhauptstadt 2025. Der Mannheimer Fraktionsvorsitzende erinnerte: „Nur gemeinsam mit der Region können wir eine Bewerbung angehen. Formal könnte die Stadt Mannheim Gastgeberin sein, aber die Metropolregion in ihrer bunten kulturellen Vielfalt wäre das Herzstück der Bewerbung.“
Sozialticket wird gebraucht
Die Stadtratsfraktionen gehen gemeinsam auch die sozialen Fragen an. Die sozialpolitische Sprecherin aus Mannheim, Marianne Bade, sagte: „Bei unserer gemeinsamen Veranstaltung zum Sozialticket in der Metropolregion ist deutlich geworden, wie notwendig eine vergünstigte Fahrkarte für viele Menschen ist. In Mannheim haben wir vergangenes Jahr einen Anfang gemacht. Heidelberg bekommt demnächst ein günstigeres Monatsticket. Wir werden gemeinsam die Ergebnisse auswerten und weiter an der besten Lösung arbeiten.“
Der sozialpolitische Sprecher der Ludwigshafener Fraktion, Holger Scharff, verwies auf eine weitere Aufgabe, die beide Städte ähnlich trifft: „Wir benötigen wieder Investitionen in bezahlbaren Wohnungsbau. Auf dem Papier ist genügend Wohnraum in beiden Städten vorhanden, aber die Mietpreissteigerungen der letzten Jahre bereiten große Probleme für viele Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben.
Foto: Produktiv im Technoseum (v.l.): Stadträtin und Landtagsabgeordnete Helen Heberer (Mannheim), Beigeordneter Dieter Feid (Ludwigshafen), Stadträtin Marianne Bade (Mannheim), Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer (Mannheim), Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb (Mannheim), Fraktionsvorsitzende Heike Scharfenberger (Ludwigshafen), Beigeordneter Wolfgang van Vliet (Ludwigshafen).