Verleihung Friedensnobelpreis 2012 an Europäische Union
Der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON zu der heutigen Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo an die Europäische Union:
"Der Preis ehrt all die hunderten Millionen Menschen aus den Mitgliedstaaten, die Europa im Laufe der Jahrzehnte zu dem gemacht haben, was es ist. Aus den Ruinen des zweiten Weltkriegs und tief verfeindeten Völkern ist ein Friedens- und Integrationsprojekt entstanden, das seinesgleichen sucht und um das uns andere zu Recht beneiden. Diese gemeinsame Leistung hat den Friedensnobelpreis verdient.“
"Trotzdem sollte allen klar sein, dass das keine Auszeichnung fürs Lebenswerk war. Das gemeinsame Projekt Europa steht mehr denn je am Scheideweg. Dazu hat die Krisenpolitik der Staats- und Regierungschefs maßgeblich beigetragen. Wo klare Bekenntnisse nötig waren, gab es nur eine zögerliche und halbherzige Politik des Durchwurschtelns, was die Krise dramatisch verschärft hat und den dauerhaften Erfolg des Gemeinschaftsprojekts gefährdet“, unterstreicht Peter SIMON. „Deshalb ist der Nobelpreis auch eine Mahnung, unser einzigartiges Fundament an Errungenschaften und gemeinsamen Grundwerten nicht aufs Spiel zu setzen und zugleich Auftrag, alles Erforderliche und uns Mögliche zu tun, um unsere gemeinsame Erfolgsgeschichte auch in Zukunft mit aller Kraft fortzuschreiben", so Peter SIMON weiter.
"Denn", zitiert Peter SIMON abschließend den luxemburgischen Regierungschef Juncker, "wer jetzt an Europa zweifelt, sollte öfters mal Soldatenfriedhöfe besuchen."