Lena Kamrad, jugendpolitische Sprecherin. Schwerpunkte der Gemeinderatsfraktion bei den Haushaltsberatungen
In diesen Tagen wurde bekannt, dass momentan etwa 700 Hortplätze in Mannheim für das kommende Schuljahr fehlen. Auch wenn sich die Zahl in den kommenden Monaten voraussichtlich noch verringern wird: Wir dürfen in unseren Anstrengungen zum Ausbau der Kinderbetreuung nicht nachlassen!
Der städtische Haushalt 2012/2013 spiegelt die langjährigen Bemühungen der SPD-Gemeinderatsfraktion bei diesem Thema wider: Allein in den kommenden drei Jahren bauen wir für 53 Millionen Euro unsere Kinderbetreuung aus. Man darf aber auch nicht vergessen, dass andere Parteien jahrelang den Bedarf an Ganztagesbetreuung nicht erkannt und den Ausbau blockiert haben.
Berufsfeld attraktiver gestalten
Ein wesentliches Problem ergibt sich durch fehlende Erzieherinnen und Erzieher – der Beruf muss attraktiver werden! Beispielsweise haben wir im Gemeinderat die Verwaltung beauftragt zu prüfen, wie der im Landtag diskutierte duale Ausbildungsgang in unserer Stadt umgesetzt werden kann. Vorgesehen ist etwa, dass die gesamte Azubi-Zeit vergütet wird und nicht, wie bisher, nur die Praxisphasen. Allerdings sind wir von den Vorgaben des Landes abhängig, das für die Ausbildung zuständig ist.
Zielgenaue Beschlüsse für Jugendarbeit
Im Bereich der offenen Jugendarbeit können wir ebenfalls Fortschritte verzeichnen. Insgesamt haben wir ein Antragspaket mit einer Zuschusserhöhung über 250.000 Euro jährlich eingebracht. Damit sollen neben einer Zuschusserhöhung für den Stadtjugendring etwa die Einrichtungen „Jugendzentrum in Selbstverwaltung“, „Cafe Mint“, „Jugendtreff Zündholz“ und „Jugendtreff Neuhermsheim“ mehr Personal bekommen (jeweils 30.000 Euro jährlich). Mit diesen Beschlüssen gehen wir zielgenau voran, indem wir die vom Gemeinderat beschlossenen Mindeststandards erfüllen: Es geht um die Erhöhung auf 1,5 Personalstellen, über die jede Einrichtung aus fachlichen Gründen verfügen soll. Über die genaue Verteilung der zusätzlichen Mittel berät in den kommenden Monaten der Jugendhilfeausschuss.
Jugendtreff in der Schwetzingerstadt soll kommen
Endlich geschaffen sind die finanziellen Voraussetzungen für einen Jugendtreff in der Schwetzingerstadt. Im Doppelhaushalt stehen nun insgesamt 50.000 Euro Planungsmittel, für die bauliche Umsetzung sind in der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2014/2015 weitere 400.000 Euro eingestellt. Bis zur Einweihung finanziert die Stadt ab 2013 mit jährlich 40.000 Euro die mobile Jugendarbeit im Stadtteil.