
Vorschlag der Kommission zur Stärkung des Stabilitätspaktes weist den
richtigen Weg
Der baden-württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter Simon begrüßt die heute vorgestellten Pläne von Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn zur Stärkung des Stabilitätspaktes: "Damit sollen nachhaltige Konsequenzen aus der aktuellen Situation gezogen und präventive Kontrollmechanismen vorgeschlagen werden. Hierdurch wären wir wieder in der Lage zu agieren und nicht nur wie in den letzten Monaten erst zu reagieren, wenn es bereits zu spät ist." Der Vorschlag von Rehn sieht u. a. vor, dass sämtliche Eurostaaten ihre Haushaltsentwürfe der EU-Kommission noch vor der Verabschiedung in den nationalen Parlamenten vorlegen müssen. Die Kommission soll die nationalen Pläne dann mit Blick auf die Auswirkungen auf die Eurozone prüfen. "Ob dieser Mechanismus auch funktioniert wird davon abhängen, wie bindend die Vorgaben aus Brüssel für die Mitgliedstaaten sind. Da wird so mancher umdenken müssen. Um nicht zu einem bloßen Spardiktat zu werden, sollte eine solche Haushaltskontrolle zudem mit klaren wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Zielen verknüpft werden. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es zu einer besseren wirtschaftspolitischen Koordinierung auf europäischer Ebene keine
Alternative gibt. Während wir als Sozialdemokraten in Deutschland damit
ebenso wie mit unserer Forderung nach einer auf EU-Ebene angesiedelten
Kreditlösung für strauchelnde Mitgliedsstaaten noch bis vor kurzem
ziemlich alleine da standen, ist jetzt jedem klar, dass nur gemeinsame
europäische Lösungen in Frage kommen", so Simon.





