2. von links K. Kubinski, daneben MdB Stefan Rebmann, Mitglieder und Vorstandsmitglieder der Rheinauer SPD
150 Jahre SPD Geschichte sind geprägt von Personen.
Diesen zum Gedenken trafen sich die Rheinauer Sozialdemokraten auf dem Waldfriedhof Rheinau. Umrahmt wurde die Veranstaltung vom MGV 1896 Rheinau.
Vorsitzender Kurt Kubinski konnte MdB Stefan Rebmann als Redner für die Gedenkfeier gewinnen.
Kubinski selbst begrüßte die Anwesenden und dankte dem MGV 1896 Rheinau für das Erscheinen. Mit zwei Liedern, zu Beginn und am Ende der Veranstaltung, trugen die Sängerinnen und Sänger um Musikdirektor Franz Josef Siegel zu einem gelungenen Mittag bei. Schlaf wohl in heil'gem Frieden nach H.J. Settelmeyer und Ehre sei Gott nach F.J. Siegel waren dem Anlass entsprechend ausgewählt.
Kubinski erinnerte kurz an die Politik der Rheinauer SPD in den zurückliegenden Jahrzehnten und dankte allen Genossinnen und Genossen, lebend oder tot, für deren Einsatz und ihr Engagement.
Stefan Rebmann konnte in seiner Rede die Brücke zwischen 150 Jahren Sozialdemokratie und heute schlagen. "Schon in den Anfängen 1863 befasste sich die SPD mit der sozialen Frage, einer Frage, die heute immer noch aktuell ist." Er gab sich stolz und kämpferisch, denn "die SPD musste noch nie ihren Namen ändern." Nachdenklich und mit Wehmut wurde der Satz aus Otto Wels' berühmter Rede aufgenommen, als 94 SPD Abgeordnete gegen Hitler's Ermächtigungsgesetz stimmten: "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht." Die anwesenden Besucher hörten aufmerksam diesem geschichtlichen Rückblick zu, der auch auf die Wiedergründung des SPD Ortsvereins Rheinau, direkt nach dem 2. Weltkrieg einging. Unter den Gründungsmitglieder auch eine Frau, Maria Nagel, Mutter des viel zu früh verstorbenen Max Nagel. Daneben Karl Hettinger als erster Vorsitzender und Stadtrat und Willy Haag sowie weitere Personen. Mit einem Dank an alle Sozialdemokraten und Verstorbenen, die für Demokratie und ein Miteinander eingetreten waren, schloss Rebmann seine Rede und wünschte dem Ortsverein Rheinau und der SPD für die kommenden 150 Jahre weiterhin viel Kraft, Einsatzwillen und Mitglieder, die mit anpacken.
Ein Rundgang über den Friedhof mit dem Besuch der Gräber von Genossen, bildete den Abschluss der Gedenkfeier.