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100 Jahre Frauenwahlrecht und Gleichstellungspolitik - SPD setzt sich für kommunalen Gleichstellungsaktionsplan ein

Pressemitteilungen

Dr. Claudia Schöning-Kalender, frauenpolitische Sprecherin

Die SPD ist die Partei, die sich am längsten für Frauenrechte und die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzt. Aktuell fordert sie, dass die Stadt die Umsetzung des Aktionsplans zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf kommunaler Ebene beschleunigt. Deshalb hat sie in den Haushaltsberatungen erfolgreich beantragt, dafür die notwendigen Mittel bereitzustellen.

Mit der Einführung des freien, gleichen und geheimen Wahlrechts im November 1918 beschloss die nach Kriegsniederlage und Revolution eingesetzte sozialdemokratische Übergangsregierung auch das Frauenwahlrecht in Deutschland. 100 Jahre später macht die Stadt Mannheim dies zum Thema für ihren Neujahrsempfang. Das ist ein wichtiges Signal und passt sehr gut in unsere Stadt, denn Mannheim war wiederholt Schauplatz für den politischen Kampf um die Gleichberechtigung. So fand 1907 im Mannheimer Rosengarten eine Konferenz sozialistischer Frauen statt. Clara Zetkin, die Leiterin der SPD-Frauenorganisation, erklärte dort zur Forderung nach dem Frauenwahlrecht: „Prinzipiell bedeutet das aktive und passive Wahlrecht für das weibliche Geschlecht in seiner Gesamtheit die soziale Mündigkeitserklärung; praktisch bedeutet es ein Mittel, politische Macht zu erlangen, um die gesetzlichen und sozialen Schranken zu beseitigen, welche die Lebensentwickelung und Lebensbetätigung des Weibes hemmen“.

Über 100 Jahre nach dieser Rede ist die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland erreicht, aber sie ist noch lange nicht in der Lebensrealität aller Frauen und Männer angekommen. Noch immer braucht es Quoten, um Frauen einen gleichberechtigten Platz zu sichern - in der Politik, in der Arbeitswelt, überall dort, wo es um Geld, Macht und Einfluss geht. Mannheim hat die Europäische Charta zur Gleichstellung von Männern und Frauen auf kommunaler Ebene unterzeichnet. Die Umsetzung lässt jedoch auf sich warten. Darum haben wir in den Haushaltsberatungen beantragt, die notwendigen Mittel für einen Aktionsplan bereitzustellen. Die Stadt hat dies zugesagt. Wir werden die nächsten Schritte aufmerksam begleiten.

 

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